joyn – Telekom startet neuen Messenger

joyn-iphoneGestern am 4. März 2013 – dem Messevortag der CeBIT – wurde der neue Messaging-Dienst joyn gestarte, der in Konkurrenz zu anderen Diensten wie Whatsapp, iMessage/FaceTime, Facebook und Co. treten soll. Nebenbei sehe ich das Ganze auch als Wachablösung für die konventionelle SMS.

Die neuen joyn-Dienste bereichern die bisherige Kommunikation im Mobilfunk. Chatten, Dateien austauschen und Live-Videoübertragung während eines Sprachanrufs umfassen im ersten Schritt das neue Serviceangebot aller Mobilfunkanbieter und Endgeräte-Hersteller im Verbund der GSMA.

Seit gestern steht die App für Android zur Verfügung, die iOS-App folgt schnellstmöglich und die Apps für Windows Phone und Blackberry folgen etwas später.

Die einzelne Features

joyn-logo

  • Chat und Datei-Transfer direkt aus dem Adressbuch heraus starten
  • automatische Anzeige der verfügbaren Kommunikationskanäle
  • Foto- und Videoinhalte während des Telefonats einbinden
  • ohne Installation und Einloggen

Kamera während des Anrufs zuschalten

  • innerhalb der 3G-/LTE-Netzversorgung oder bei bestehender WiFi-Verbindung kann während eines Sprachanrufes parallel eine Live-Video-Verbindung („Kamera zuschalten“) hinzugefügt werden
  • Video aus der Galerie des Mobiltelefons vom Anrufer zum Angerufenen per „Streaming“ übertragen
  • Foto (Live oder aus der Galerie) vom Anrufer zum Angerufenen per „Streaming“ übertragen

Bei joyn Kamera zuschalten wird jede Verbindung nach 15 Minuten netzseitig getrennt. Ein sofortiger Aufbau einer neuen Verbindung für joyn Kamera zuschalten ist möglich.

Chat

  • Chat-Nachrichten mit 1.000 Zeichen möglich
  • netzübergreifender Gruppen-Chat bis 20 Teilnehmer möglich
  • im Chat können auch Dateien bis 15 MB ausgetauscht werden
  • bei Nichterreichbarkeit des Teilnehmers erfolgt eine Speicherung der Chat-Nachricht bis zu 48 Stunden

Video, Bilder oder Musik senden

  • Fotos, Musik, Videos und Dateien die das jeweilige Mobiltelefon unterstützt
  • max. 15 MB pro gesendeter Datei

Chancen und Verbreitung

Nun sagste man schon im Vorfeld, dass joyn sich nicht durchsetzen wird und aufgrund der Verbreitung der anderen Dienste überflüssig sei. Auch ich gehörte zu Denjenigen mit dieser Meinung. Ich finde jedoch, dass wir dem Ganzen eine Chance geben sollten. joyn wird ja nicht nur von der Telekom, sondern auch allen großen Playern angeboten. Vodafone ist zeitgleich gestartet, O2 zieht im Sommer nach.

Der Dienst soll später auch direkt ins System der Smartphones integriert werden, so wie es jetzt auch mit SMS/MMS der Fall ist. Somit stehen die Chance ja nicht so schlecht.

Sicherheit und Nutzen

Einen Riesenvorteil hat joyn gegenüber allen anderen Mitbewerbern: Datensicherheit! Der Dienst ist unter Berücksichtigung höchster Datenschutzauflagen konzipiert worden. Bei Nutzung laufen die Daten nur über Server, die in Deutschland stehen. Anders als bei anderen Messenger-Diensten können Kommunikationsinhalte weder mitgelesen noch eingesehen werden. joyn soll kinderleicht, selbstverständlich, allgegenwärtig, verlässlich und hochwertig sein – wie Telefonieren und SMS – nur günstiger.

Preise

Der Dienst ist generell erst einmal bis 31. August 2013 kostenfrei. Und auch danach kostet er eigentlich nur in einfachen Call-Tarifen etwas, jedoch auch nicht mehr, als die üblichen Verbindungspreise für SMS/MMS. In allen anderen „richtigen“ Tarifen mit Internet- oder SMS-Flat bleibt joyn auch kostenlos.

Ich werde joyn definitiv eine Chance geben und zumindest testen. Dann schauen wir mal, wie der Dienst sich durchsetzt. Durch die Netz-, Plattform und Länder-übergreifende Verfügbarkeit, der baldigen standardmäßigen Integration in den Smartphone-Betriebssystemen und der endlich gegebenen Datensicherheit beim Messaging, sehe ich doch mittlerweile ganz gute Chancen für joyn.

Katergorie: iPhone, News Tags: , , , , , .

Tom

about me: love apple | social networker | founder of .mactomster | vapor | like motorsport and audi

4 Comments

  1. Ahja… ohne Installation also. Bin gespannt wie das Zeug dann ausm Appstore aufs Telefon kommt. Der Rest der Features ist doch auch eher Wunschdenken als technische Realität. Noch dazu die bahnbrechende Anbieterunterstützung von ganzen 6 Netzen in 3 (!!) Ländern.

Kommentar verfassen